Projektbeschreibung

Projektbeschreibung2017-07-26T16:11:42+00:00

Herausforderungen der Digitalisierung

Digitalisierung ist der zentrale Wachstums- und Innovationstreiber der Gegenwart. Sie verändert nicht nur den industriellen Kern Deutschlands, sondern verändert den gesamten Dienstleistungsbereich und ermöglicht neue sowie nachhaltige Wertschöpfungszusammenhänge und -muster. Dienstleistung in diesem Rahmen neu zu gestalten, ist eine zentrale Herausforderung für unsere Wirtschaft. Die Digitalisierung erschließt Ressourcen wie Prozess- und Betriebsdaten für neue Dienstleistungen, verändert die Interaktion in Dienstleistungsprozessen und trägt direkt zur Verknüpfung bislang getrennter Dienstleistungssysteme bei. Dienstleistung wird zeit- und ortsunabhängig, skalierbar und einfacher zu standardisieren. Auf dieser Grundlage lässt sich auch die fortlaufende Entwicklung hin zu komplexen Systemen von Dienstleistung besser abbilden, so dass ein umfassenderes und qualitativ hochwertiges Engineering dieser Systeme möglich wird. Dadurch entstehen neue Innovationspotentiale für Wachstum, welches die Hightech-Strategie 2020 der Bunderegierung stärkt. Ziel des Förderschwerpunktes ist es, einen Schritt in Richtung hocheffizienter Dienstleistungssysteme zu gehen und eine bessere Einbeziehung der Konsumenten in die Kreation und Produktion von Dienstleistung zu erreichen. Durch diese Interaktion mit dem Konsumenten verschwimmen die traditionellen Rollen von Produzieren und Konsumieren. Die Dienstleistungssysteme sollen die Nutzung von Synergieeffekten systematisch erschließen. Dabei können Wertschöpfungsnetzwerke komplementärer Dienstleistungen unterschiedlicher Anbieter zusammengeführt werden. Neben den Chancen werden auch die Herausforderungen, wie die Entwicklung von Schnittstellen, modularer Architektur, Standards und serviceorientierter Geschäftsmodelle, ausgearbeitet. Zudem werden die Folgewirkungen von digitaler Transformation durch Dienstleistungen analysiert. Im Ergebnis stehen Möglichkeiten für Unternehmen und Kunden, Dienstleistung je nach Präferenzen und Lebensgewohnheiten individuell gestalten und umsetzen zu können. Dies erschließt neue Potentiale für das integrierte Dienstleistungsengineering, welche zu Smart Services führen.

Aktuelle Informationen zu “Digivation” finden Sie auch bei Research Gate.

  • Digitalisierung als zentraler Wachstums- und Innovationstreiber
  • Digitalisierung erschließt Ressourcen wie Prozess- und Betriebsdaten für neue Dienstleistungen, verändert die Interaktion in Dienstleistungsprozessen und trägt direkt zur Verknüpfung bislang getrennter Dienstleistungssysteme bei
  • Dienstleistung wird zeit- und ortsunabhängig, skalierbar und einfacher zu standardisieren
  • Nachhaltige Wertschöpfungszusammenhänge und -muster entwickeln

Gesamtziele des Verbundprojekts

Zielstellung des Projekts Digivation ist die Entwicklung von generischen und anwendbaren Best Practices für die Entwicklung, die Vermarktung und die Erbringung digitaler Dienstleistungen. Die Methodenentwicklung basiert auf der engen Verknüpfung digitaler Prozessinnovationen mit neuartigen Konzepten des Service Engineering sowie mit Konzepten der Kundenintegration und Individualisierung. Übergeordnete Zielsetzung ist, die digitale Transformation unserer Wirtschaft mithilfe von Dienstleistungsinnovationen zu beschleunigen. Der Lösungsansatz wird hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Anwendung und Bedeutung geprüft, um einen nachhaltigen Nutzen zu schaffen.

Zeitlicher Ablauf

Das Verbundforschungsprojekt Digivation vereint Forschende der Wirtschaftsinformatik, der Ingenieurswissenschaften und der Marketingforschung unter dem gemeinsamen Ziel, Dienstleistungsinnovationen durch die Digitalisierung von Dienstleistungssystemen aus verschiedenen Blickwinkeln zu untersuchen und zu gestalten.

Übersicht über die Arbeitspakete

Der Nutzen für Projektpartner, Wirtschaft und Gesellschaft

Digitalisierung ist für die Wirtschaft und Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Dennoch schöpft insbesondere der deutsche Mittelstand das Potenzial der Digitalisierung bisher kaum aus (Süddeutsche Zeitung 2016). Aufbauend auf der Entwicklung der Best Practices liefert das Projekt konkrete Erkenntnisse darüber, inwiefern und unter welchen Umständen digitale Dienstleistungsinnovationen mit der allgemeinen digitalen Transformation von Unternehmen und Gesellschaft in Beziehung stehen. Hierdurch leistet das Projekt vom Standpunkt der Dienstleistungsforschung ausgehend einen Beitrag zur erfolgreichen Gestaltung der digitalen Transformation als gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Megatrend. Aufbauend auf einer zusammenfassenden Analyse der Ergebnisse des Förderschwerpunkts werden offene Handlungsfelder der Digitalisierung von Dienstleistungen identifiziert und geschlossen. Durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Projektpartnern wird die Digitalisierung der Dienstleistungsinnovation umfassend und vielschichtig betrachtet. Die Untersuchung mündet in einer Roadmap für die digitale Transformation sowie in Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ergebnisse des Forschungsprojekts